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Aha! Ein intuitives Abendessen mit Paul (4)

VON JULIA

Aha - Teil 1! Ein Beispiel aus dem Alltag: Wie wählt ein Kind, das beim Essen keine Regeln und Verbote kennt? Erst die Schokolade - und sonst nichts? Weit gefehlt! 


Für dieses Experiment braucht es einen bunt gedeckten Tisch und ein hungriges Kind: In diesem Fall Paul, vier Jahre alt. Wie üblich begutachtet er alle Speisen, die angeboten werden - manchmal schickt er mich auch zurück in die Küche. Wenn zum Beispiel noch nach einer Möhre verlangt wird. Oder wenn es doch lieber Vanille- satt Bananen-Joghurt sein soll. An diesem Tag aber wird das Abendessen intuitiv für gut befunden - es ist ja auch fast alles dabei, was das Herz begehrt und die Körperintelligenz verlangt... 

 

Wir starten mit...

Walnüssen! Drei Stück sollen es sein. Gemeinsam knacken wir die Schale, die aufmerksam inspiziert wird. Walnüsse üben seit jeher eine Faszination auf ihn aus. Ich persönlich kann ihnen ja nicht so viel abgewinnen - und ernte dafür von meinem Sohn oft einen fragenden Blick. "Ist doch lecker, Mama!" 

 

Danach greift er beherzt zum Schwarzbrot. Meistens soll Käse drauf. Ein Wurstbrot ist nicht so sein Fall, die Wurst wird bei uns am liebsten "pur" gegessen. Nur heute kann sie nicht so richtig punkten - und wird verschmäht. 

vorher...

Weiter geht's mit...

Gurke und Tomate, danach ein Stück Birne. Aber die ist nicht so nach seinem Geschmack. An diesem Abend hat er sie immerhin mal probiert, das ist eher die Ausnahme. 

 

Zum Nachtisch dann...

...etwas Süßes. Ganz in Ruhe und mit Genuss gegessen. Zugegeben: Eine Süßigkeit zum Nachtisch ist inzwischen eine kleine Gewohnheit, die sich eingeschlichen hat seit Paul im Kindergarten ist. Aber das ist auch in Ordnung. Denn manchmal wird zum Nachtisch auch Gurke gegessen...

...und nachher!

Vielleicht denken Sie jetzt: Es ist ganz schön viel übrig geblieben!

Und ja: Das ist bei uns meistens so. Dafür isst Paul viele verschiedene Dinge, quasi querbeet, wie man so schön sagt. Die kleinen Schüsseln und Teller wandern dann in den Kühlschrank - und machen die nächste Mahlzeit meistens noch mal umso bunter und vielfältiger. 

 

In diesem Fall möchte ich Ihnen aber nicht vorenthalten, wie es aussieht, wenn Mama auch noch Hunger hatte. Denn das gehört auch zur Wahrheit - und so viel bleibt dann nämlich doch nicht mehr viel übrig!

Wenn Mama auch noch hungrig gewesen ist...

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Kommentare: 1
  • #1

    Anne (Donnerstag, 01 November 2018 20:41)

    Klasse, Julia und Paul!
    Wie schön entspannt sich das bei Euch anhört. Ein super Aha für alle, die der Intuition ihrer Kinder vertrauen möchten. Bin gespannt auf weitere Ahas.
    Liebe Grüße
    Anne